Und das war es schon wieder für dieses Jahr...
Was war was? Das COM-Treffen mit dazugehörigem Lauf. Im Sauerland fand er dieses Jahr statt.
Untergebracht waren wir in Epscheid, in der Epscheider Mühle. Und da wurden doch glatt wieder Erinnerungen an die Studienzeit und die OE-Seminare in Knoden, Dorndiel, Lorsch-Espenschied und anderen Orten in Rhein-Main. Ähnlich ausgestattet, aber das Frühstück mussten wir nicht selber machen. Auch die Lage konnte einen an diese Zeiten erinnern; "wenn Du denkst, Du bist falsch, dann ist das der Richtige Weg."
Wir reisten am Donnerstag an und bezogen die Zimmer. Als alle ebenfalls angereist waren, begab sich ein Teil auf den COM-Together-Lauf, der andere Teil blieb in der Unterkunft. Abends wurde dann gegrillt. Martin hatte hierfür einen ordentlichen Grill mit Gaspulle mitgebracht; Fleisch und Gemüse inklusive.
Für die kurzen, ist die Espenscheider Mühle ein toller Spielplatz, wo es viel zu entdecken gilt. Viel Grün, Wald, ein Bach, Schafe, alles für tolle Abenteuer und um die Kreativität und den Spieltrieb zu fördern.
Nach einer unruhigen Nacht, weil der Kurze uns nicht wirklich schlafen lies, und das Zimmer usselig kalt war, hieß es um halb sieben aufstehen. Das Frühstück war für 8:00 Uhr angesetzt und bei nur zwei vorhandenen Duschen galt es sich zu organisieren.
Nach dem Frühstück trabte die erste Truppe los, um die 45km für diesen Tag zu absolvieren. Wir hatten noch Zeit, da ich nur die letzten 25km laufen wollte und meine Holde die letzten 15km. Der Lütte sollte ab diesem Zeitpunkt im Croozer dabei sein. Bis zu meinen Einstieg konnten wir also noch das eine oder andere erledigen. Aber irgendwann wurde die Zeit knapp und wir mussten los. Rechtzeitg schafften wir es an den VP2.
Dort angekommen warteten wir noch kurz auf die Läufer, die bis dahin schon 22km in den Beinen hatten. Nach kurzer Verpflegung ging es wieder los, und ich bin mit. Aber gleich zu Beginn der dritten Etappe musste der erste umkehren, da es für ihn sonst nicht machbar gewesen wäre; die dritte Etappe wurde also pausiert. Kurz darauf musste der zweite "Verlust" verkraftet werden. Der Kreislauf wollte nicht so, was zur Folge hatte das die Gute abgeholt und zum nähsten Versorgungspunkt gebracht wurde.
Die dritte Etappe sollten eigentlich 10km sein, waren dann aber nur knapp 8... irgendwie ist da beim Vermessen auf GPSies was falsch gelaufen... aber nichts wildes. So kamen wir also viel zu früh am VP3 an und mussten warten. Hier wollte nun meine Holde mit einsteigen und der Lütte sollte ab hier im Croozer dabei sein. Aber mir schwante vom Parkplatz zum VP schon "schlimmes". Die Steigungen an sich sind problemlos machbar, aber wenn noch 30kg geschoben werden wollen, wird es haarig.
Und meine Befürchtungen sollten sich bestätigen. Gleich zu Beginn der 4. Etappe ging es so steil bergauf, dass ich gehen musste und schnaufte, wie eine alte Dampflock. Und es wurde nicht besser, da der zu laufende Weg zu einem schmalen Trail wurde... sehr, sehr suboptimal für einen Doppel- und auch Einzelsitz-Jogger.
Beim darauffolgenden Anstieg half mir ab der Mitte Guido zu schieben, aber das war keine Lösung. Also entschied ich mich nach ca. 2km umzukehren und mit dem Auto der Holden zum VP4 zu fahren. Zum Auto laufen ging nicht, da es zu holprig und zu steil war, nur zwischendurch war ein schnellerer Gang möglich. So brauchte ich eine gefühlte Ewigkeit, bis ich wieder am Auto war. Nuja, der Lütte schlief derweil.
Zum VP4 kam ich gerade noch so. Aber nach kurzer Rücksprache war klar, dass auch der letzte Teil nicht Coozer-geeignet war. Schade, dass die diesjährige Runde ein Trail war, so dass ich nicht wirklich mitlaufen konnte. So fuhr ich also wieder zurück zu Unterkunft und konnte schon einmal Duschen. Auf den Lütten wurde derweil aufgepasst. Bald darauf kamen auch die Läufer von der letzten 5km Etappe zurück. Und bevor es dann abends ins Restaurant ging, mussten natürlich alle nochmal duschen.
Die Holde, der Lütte und ich fuhren mit dem Auto ins Restaurant, die anderen sind dorthin spazieren gegangen. Allerdings fing mein Magen an zu rebellieren und wollte an diesem Abend kein Essen haben. Cola war ok, aber Festes nicht. Dazu kam, dass am Essen ordentlich Knoblauch war, was ich nicht wusste/ auf der Karte erkannt habe. Und diese volle Knoblauchdröhnung war definitiv zu viel. So ging das Essen leider quasi ungegessen zurück. Es lag aber nicht am Essen, sonder ausschließlich an mir, da allen anderen das Essen wohl gemundet hat.
Am nächsten Morgen stand wieder das gemeinsame Frühstück an, und ich konnte mit Tee meinen Magen im Zaum halten. Nach dem Frühstück stand eine Höhlenbesichtgung für einen Teil an; wir aber haben uns auf dem Heimweg gemacht, da der Höhlenbesuch noch nicht für unseren Kurzen geeignet war.
Ein Tipp von Martje: Schaut doch mal in Haren auf Schloss Dankern vorbei; der Freizeitpark ist prima für Kinder. Gemacht, getan. Schlafen wollte der Lütte auf der Fahrt nicht. Als ging es ohne Mittagsschlaf dorthin; quängeln inklusive, da müde. Aber trotzdem waren schöne Stunden da, mit Eisenbahn fahren, Ponyreiten und Mittagessen. Denn das ging bei mir inzw. wieder. Dankern ist für Kleine echt ein tolles Paradies. Mit diversen Beschäftigungsmöglichkeiten, so dass man auch ein paar Tage dort verbringen kann.
Abends dann waren wir endlich zu Hause. Der Kleine ist direkt nach der Abfahrt in Dankern eingeschlafen. Zu Hause konnten wir das Auto ausräumen, ohne dass er aufgewacht ist. Nach all der Action war dann noch Film gucken angesagt, während ich die Tasche ausgeräumt und Abendbrot vorbereitet habe. ...Und nach einem langen Tag, ist der Kleine dann schlagskaputt eingeschlafen.
Das nächste Treffen wird wieder im Norden stattfinden, in der Nähe von Kiel. Und ich denke, dass dann der Kleine wieder mitkommen kann... beim Lauf... im Croozer.
Bis dahin... Keep on running...
...und für diesen Text bedurfte es 5 Anläufe, da der Rechner mehrfach abgestürzt ist bzw. motivationslos und kommentarlos geschlossen wurde...