Ein Vergleich: Suunto Ambit2 R und Suunto Spartan Sport Wrist HR

Eine neue Spielerei musste her, einfach so. Und da mich die Pulsmessung am Handgelenk schon immer mal interessiert hat, war eine neue Suunto fällig, die eben dieses Feature hat. Zumal auf diese Weise auch der Pulsgurt entfallen kann und man so ein wenig flexibler ist. Nach kurzem Suchen und Vergleichen fiel die Wahl auf die Spartan Sport Wrist HR. Es sollte schon ein Suunto werden, da ich schon seit langer Zeit das Portal Movescount von Suunto nutze. Somit kann ich da bleiben und alle Daten müssen nicht exportiert werden. Erleichtert hat mir ein Angebot auf Amazon, wo es die Uhr für 300 € anstelle von 500 € (UVP) gab.



Rechtzeitig vor der Dienstreise kam die Uhr an, so dass ich sie zunächst im Alltag testen konnte. Hätte das Wetter und die Fitness mitgespielt, wäre auch noch ein Testlauf gemacht worden. Aber der wurde knapp zwei Wochen später nachgeholt. Abends im Hotel wurde die Uhr ausgepackt und die Grundeinstellungen wurden vorgenommen. In der Anleitung hieß es, dass man danach die Uhr einmal komplett aufladen soll. Nun, Moveslink hab ich auf dem Laptop, aber nicht Suuntolink. Letzteres wird zum Synchronisieren und Aufladen der Uhr benötigt. Also das Smartphone als Mobilen Hotspot eingerichtet, Laptop verbunden und die Software heruntergeladen und installiert.

Suuntolink ist letztendlich das gleiche wie Moveslink, nur für neuere Uhren. Und es sieht hübscher aus. Aber ansonsten macht es das gleiche. Es werden GPS-Daten aktualisiert und Einstellungen und Aktivitäten synchronisiert. Sollte es für die Software der Uhr ein Update geben, wird dieses ebenfalls über Suuntolink aufgespielt.

Die Spartan selbst hat ein Farb-Touchdisplay, sie kann aber auch über Tasten an der Seite gesteuert werden. Eine ausführliche Betriebsanleitung kann auf den Suuntoseiten heruntergeladen werden. Mit den drei Tasten kann man hoch, runter oder auswählen. Die Pulsmessung erfolgt über einen an der Unterseite angebrachten Sensor. Licht wird reflektiert und somit wird der Blutfluss im Gewebe gemessen.

Genau diese Messmethode hat aber den Nachteil, dass man die Uhr auf der Oberseite des Armes tragen muss, um eine genaue Messung zu erhalten.


Im linken Bild funktioniert die Messung einwandfrei, im rechten Bild zeigt die Messung interessante Werte, viel zu hoch. Meine Vermutung: Dadurch, dass das Blut auf der Unterseite zur Hand hin und von der Hand zurückläuft, kommt der Sensor durcheinander und zählt zu viele Impulse. Ich bin zwar ein hochpulsiger Mensch, aber einen Puls von 220/min. habe selbst ich nicht. Mein HFmax beträgt (noch?) 200/min.

Der erste Test war ein Spaziergang vom Restaurant zur Haltestelle, um in das Hotel zurückzufahren (Link: Erster Test). Allerdings noch ohne GPS, da dies zunächst synchronisiert werden musste. Auch die Herzfrequenz konnte ich hier noch nicht richtig einsortieren. In den weiteren Tagen gab es weitere "Testgänge" mit der Uhr und alle schienen soweit i.O. Und dann auch inkl. der GPS-Daten (Links: hin und zurück). Bei den von mir gehaltenen Veranstaltungen, hat der Fitnesstracker gute Dienste geleistet und viele Schritte gezählt.

Zurück von der Dienstfahrt musste der Mietwagen noch zurück gebracht werden. Und hierfür haben sich die Inline-Skates angeboten. Also, ein weiterer Test für die Spartan. Wobei hier die Schuhe, die ich zum Autofahren an hatte, schon ziemlich gestört haben (Link: Inliner-Test).

In der Woche drauf kam das Fahrrad zum Einsatz, und damit weitere Tests für die Uhr. Auch hier hat sich die Uhr bewährt. Eine von sieben Aufzeichnungen fand am Dienstag Morgen statt, wo auch eine kleine Pause integriert werden musste (Link: Fahrrad-Test).

Letztendlich galt es noch die Spartan mit der Ambit 2R bei einem Lauf zu vergleichen. Hier direkt die beiden Einheiten auf Movescount: Ambit2 R und Spartan Sport. Im Vergleich der Herzfrequenzen fällt auf, dass zu Beginn des Laufes die Spartan eine interessant hohe HF angezeigt wurde. Diese Ausreißer erklärten sich durch die Position der Spartan. Die HF wird bei dieser optisch über Sensoren auf der Unterseite der Uhr gemessen. Da ich nun die Uhr eigentlich immer auf der Unterseite trage, kam es wohl durch den hin- und rückfließenden Blutstrom zu einer "Doppelmessung". Nachdem ich die Uhr dann auf die Oberseite gedreht habe, haben sich die HF-Werte angeglichen und es konnten keine nennenswerte Unterschiede mehr festgestellt werden.

Abschließend noch ein paar Worte zur Navigation. Wie schon bei der Ambit 2R, kann man eine Runde an Hand einer Route laufen. Aber im Unterschied zur Ambit, kann man bei der Spartan "reinzoomen", um so den Weg genauer zu erkennen. Ausführlichere Tests zur Navigation wurden noch nicht durchgeführt, da das bisherige Laufareal ein bekanntes ist.

Somit bleibt mir nur noch zu sagen: Auf viele schöne Läufe/ sportliche Aktivitäten mit der Spartan Sport.

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